Traustadt, Pfarrkirche Sankt Kilian

4 Glocken im Chorturm

Ein besonderes Glockengeläute erklingt vom Turm der Pfarrkirche in der Ortsmitte. Im A-Moll-Septakkord erklingt es seit vier Jahrzehnten über Traustadt. Die älteste Glocke des Geläutes ist die kleinste - sie weist eine gotische Form auf und wurde bereits 1354 gegossen, allerdings von einem unbekannten Glockengießer. Ihre etwas verwitterte Inschrift ist in der gotischen Majuskelschrift gehalten. Weiter erhalten ist die um einiges größere Glocke Nr. 2. Sie stammt noch aus dem Jahr 1616 und wurde vom Nürnberger Glockengießer Hans Pfeffer gegossen und weist die für ihn typischen Verzierungen am Hals der Glocke auf. Nach Glockenverlusten in beiden Weltkriegen beauftragte man 1949 die Bamberger Glockengießerei Lotter mit dem Guss der großen Glocke - sie wurde zum Segen für die Gemeinde der Heiligen Agnes, der Schutzpatronin der Jungfrauen gewidmet. Die klangliche Lücke zwischen den beiden historischen Glocken war jedoch immer noch vorhanden - um sie zu schließen wurde die Kiliansglocke schließlich 1978 in der Passauer Glockengießerei Perner gefertigt. Ihr frischer Klang findet großen Zuspruch!

Die einzelnen Glocken im Überblick

Bilder der Glocken als Diashow (per Klick)

Glocke 1, Agnes (Ton: a', Durchmesser 930 mm) Gegossen 1949 von den Gebrüdern Lotter, Bamberg    "Heilige Agnes bitte für die Gemeinde Traustadt (Fisch) 1949 (Kreuz) " (Schulter)

Glocke 2, Namenlos (Ton: c'', Durchmesser 843 mm) Gegossen 1616 vom Glockengießer Hans Pfeffer, Nürnberg "in nrvmberg gos mich anno mdcxvi hans pfeffer" (Schulter)

Glocke 3, Kilian (Ton: e'', Durchmesser 629 mm) Gegossen 1978 von Glockengießer Rudolf Perner, Passau "Wir rufen an den Teuren Mann Sankt Kilian MCMLXXVII"

Glocke 4, Gotisch (Ton g'', Durchmesser 620 mm) Gegossen 1354 von einem unbekannten Glockengießer Verwitterung, nur Jahreszahl (MCCCLIV) gut lesbar